Waldbrandschutz

Waldbrand in Deutschland
Kiefernwälder sind bei Trockenheit anfällig für Waldbrände

Waldbrandschutz
Bereits ein Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe können bei  längerer Trockenheit Brände in Wald und Landschaft auslösen. Trockene Nadelstreu, langes und trockenes Gras sowie Äste beschleunigen die Ausbreitung von Bränden. Auch Bäume und Wiesenflächen in den Städten können Opfer der Flammen werden, wenn der Mensch unachtsam ist.
Im Durchschnitt entstehen zwei Drittel der Brände durch menschliches Fehlverhalten.

An folgende Regeln müssen sich alle Waldbesucher halten:

  • Achten Sie bitte darauf, dass das Rauchen im Wald in vielen Bundesländern vom 1. März bis zum 31. Oktober verboten ist (in Sachsen-Anhalt vom 15. Februar bis 15. Oktober). In den Wäldern von Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen herrscht sogar ein ganzjähriges Rauchverbot.
  • Kein Feuer im und am Wald entzünden (auch kein Grillfeuer!).
  • Keine Zigaretten aus dem Auto werfen.
  • Eine weitere Gefahr geht von heißgelaufenen Katalysatoren aus. Pkw, Krafträder und   landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge dürfen deshalb nicht auf Wiesen und Waldwegen abgestellt werden.
  • Auch der Müll ist aus der Sicht des Brandschutzes ein Thema. Jede weggeworfene Glasflasche, Glasscherbe, Folie, Feuerzeug oder Dose mit chemischen Abfällen kann zu einem Brandherd werden.
  • Waldbrände sollten unverzüglich der Feuerwehr (Tel.: 112) oder der lokalen Forstdienststelle gemeldet werden.


2009 lagen die Brandschäden in Deutschland unter dem langjährigen Durchschnittswert. Insgesamt verbrannten 757 Hektar Waldfläche, die durch 858 Brände zerstört wurden. Brandenburg und Niedersachsen hatten mit Abstand die meisten Brände und der Großteil fand in den Monaten April  und August statt.
Von 1991 bis 2000 gab es in Deutschland jedes Jahr mehr als 1.000 Waldbrände.
Besonders hoch waren die Zahlen in den Jahren 1992 mit 3.012 Bränden und 2003 mit 2.524 Bränden.

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